Glossar zur Kontinenzpflege | Hollister AT

Glossar

Nützliche Begriffe verständlich erklärt.


Wörterbuch

Algurie
Schmerzhaftes Wasserlassen.

Allergie
Immunreaktion des Körpers auf nicht-infektiöse Fremdstoffe (Antigene bzw. Allergene). Der Körper reagiert mit Entzündungszeichen und der Bildung von Antikörpern (Antigen-Antikörper-Reaktion).

Anamnese
Systematische Befragung, die den Gesundheitszustand eines Individuums zum Thema hat. Sie wird vom Arzt oder einer anderen, mit der Behandlung betreuten Person, durchgeführt. Aktuelle Beschwerden, die gesundheitliche Vorgeschichte, besondere Dispositionen (z.B. Allergien), die Lebensumstände und das genetische Risiko des Patienten werden hierbei erfasst.

Anschluss
Eine Vorrichtung, mit der Verlängerungsschläuche am Katheter oder Urinbeutel-System befestigt werden.

Areflexie
Das Fehlen aller oder einzelner Eigen- bzw. Fremdreflexe.

Aseptische intermittierende Katheterisierung
Eine intermittierende (wiederkehrende) Katheterisierung mit sterilem Einmalkatheter, welcher berührungsfrei eingeführt wird. Kommt zur Anwendung bei Fremd-/Selbstkatheterismus in klinischer und/oder pflegerischer Einrichtung oder im häuslichen Umfeld. Beim Selbstkatheterismus wird die Händedesinfektion und die Schleimhautdesinfektion empfohlen sowie die Nutzung eines gebrauchsfertigen Katheters und Kompressen oder Tupfer.
Im klinischen Bereich werden zusätzlich sterile Handschuhe, Gleitmittel (wenn der verwendete Einmalkatheter nicht gebrauchsfertig ist), sterile Unterlagen und Kompressen genutzt (meist in einem sog. Katheterset).

Atonie
Als Atonie bezeichnet man den teilweisen organbezogenen oder kompletten Verlust der Muskelspannung (Tonus) von glatter oder quergestreifter Muskulatur.

Äußerer Schließmuskel
Ein durch den bewussten Willen steuerbarer Muskel, der Harnröhre und After umschließt. Zur Entleerung von Blase oder Darm kann er willentlich geöffnet oder verschlossen („Kneifdruck“) werden.

Äußerer Blasenschließmuskel
Ein ringförmiger, willkürlicher Muskel, der die Harnröhre umgibt. Er kann willentlich geöffnet und geschlossen werden um Urin zurück zu halten oder abzulassen.

Beckenbodenmuskulatur
Skelettmuskulatur im Bereich des Beckenbodens bzw. kleinen Beckens. Der Beckenboden trägt die Bauchorgane, sichert die Kontinenz, kann reflektorisch Gegenhalten, kann zur Öffnung und Verschluss der Körperöffnungen teilweise willentlich angesteuert werden und ist „Dirigent“ der Körperhaltung.

Beckenbodenmuskeln
Einige kleine Muskelgruppen, die Harnröhre und Rektum umgeben. Sie stützen die Beckenorgane und tragen zur Erhaltung der Kontinenz bei.

Beinbeutel
Ein flacher Kunststoffbeutel, in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich. Wird am  Bein befestigt und dient dazu, Urin aus einem Verweilkatheter oder Kondom-Urinal zu sammeln.

Beinbeutel-Bänder
Stoffriemen, die einen Beinbeutel halten.

Beingürtel
Variable Haltebänder aus Stoff, welche durch hautfreundliche Gummierung eine optimierte Befestigung von Beinbeuteln erlauben.

Beinling
Mit Hilfe des Beinlings kann der Beinbeutel problemlos am Unter-/oder Oberschenkel befestigt werden. Der Beinling besteht aus einem netzähnlichen, elastischen Gewebe.

Belastungsinkontinenz
Der ungewollte Abgang von Harn bei körperlicher Anstrengung oder Belastung, z. B. beim Husten, Niesen, Treppen steigen ohne vorheriges Harndranggefühl.

Belüfteter Beinbeutel (Beinbeutel Rapid)
Spezielle Vakuumentlastungs-Vorrichtung, die in ovale, knickfeste Schläuche und den zugehörigen Beinbeutel von Hollister Incorporated eingebaut ist und über eine Belüftungsöffnung verfügt. Durch diese Kombination wird das Vakuum im Beinbeutel und den Schläuchen minimiert. Ein Vakuum wird erzeugt, wenn Urin außerhalb des Körpers abkühlt. Dieses Vakuum kann den Urinabfluss in den Beutel stoppen und/oder eine vollständige Entleerung des Beinbeutels verhindern.

Blase
Ein muskuläres Hohlorgan, welches im kleinen Becken, hinter dem Schambein liegt und zur Speicherung sowie Entleerung von Urin dient.

Blasenhals
Teil der Harnblase. Übergang der Harnblase in die Harnröhre.

Blasenkatheter
Ein Kunststoffschlauch, der entweder über die Harnröhre (transurethral) oder die Bauchdecke (suprapubisch) in die Harnblase (oder Stoma/Pouch/Neoblase) eingebracht wird. Er dient üblicherweise der Harnableitung oder Harngewinnung. Eine Spülung oder Medikamenteninstillation ist ebenfalls möglich. Die Länge wird in Zentimeter und die Dicke in Charrière angegeben.

Blasenkatheterisierung
Ein Verfahren, bei dem ein Katheter durch die Harnröhre oder ein Stoma in die Blase eingeführt wird, üblicherweise zur Ableitung von Urin.

Blasenkontrolle
Die Fähigkeit, das Harnlassen willentlich zu kontrollieren, entwickelt sich im Kindesalter bis zum abgeschlossenen 5. Lebensjahr.

Blasentagebuch
Ein gedrucktes oder elektronisches Formular zur Dokumentation der ausgeschiedenen Urinmenge, Trinkmenge, Harndrang, eventuellen Urinverlusten und Auffälligkeiten beim Wasser lassen.

Candidose
Eine Candidose ist eine Infektion der Haut, Schleimhäute oder der inneren Organe mit einem Hefepilz der Gattung Candida. Eine Candidose der Haut oder Schleimhäute bezeichnet man auch als "Soor".

Charrière (Ch)
Maßeinheit für den Katheterdurchmesser. 1 CH entspricht dabei 0,33 mm. Die üblichen Durchmesser reichen von 6 CH bis hin zu 20 CH im Einmalkatheterbereich.
Der Standarddurchmesser für Erwachsene beträgt 12 – 14 CH. Bei Veränderungen der Harnröhre oder bei Überempfindlichkeit können jedoch auch andere Größen erforderlich werden. Der Katheterdurchmesser bei Kindern richtet sich nach Alter und Körpergröße. Er wird individuell der Entwicklung angepasst ausgewählt.

Cystomanometrie (Zystomanometrie, Urodynamik)
Die Blasendruckmessung (Zystomanometrie) dient der Abklärung von Blasenfunktions-störungen. Dazu werden eine Drucksonde in die Blase und Enddarm eingelegt. Darüber hinaus wird die Aktivität des Beckenbodens mit Elektroden ermittelt. Anschließend wird die Blase langsam mit steriler, isotoner Kochsalzlösung gefüllt. Mit dieser Messung kann die Funktion der Blase und ihrer Schließmuskel während der Speicher- und Entleerungsphase bestimmt werden. Wird für die Messung ein Röntgenkontrastmittel und Röntgen genutzt, spricht man von einer Videourodynamik.

Cystoskopie (Zystoskopie)
Betrachtung der Harnblase mit Hilfe eines Zystoskops. Das Zystoskop ist ein optisches Gerät. Da die Harnröhre im Rahmen der Untersuchung meist mit betrachtet wird (Urethroskopie), spricht man auch von einer Urethrozystoskopie. Je nach der Form des verwendeten Zystoskops (starr oder flexibel) unterscheidet man: starre Urethrozystoskopie und flexible Urethrozystoskopie.

Dauerkatheter
Sind flexible Katheter, die für einen längerfristigen Verbleib im Patienten vorgesehen sind. Diese Katheterart dient der vorübergehenden bzw. ständigen Ableitung von z.B. Urin innerhalb eines geschlossenen Systems (Katheter plus steriler Urinbeutel). Aufgrund der Gefahr einer aufsteigenden Harnwegsinfektion bedarf der Einsatz einen rechtfertigenden medizinischen Grund. Die regelmäßige Reinigung, Kontrolle, Pflege und bei Bedarf Wechsel des Katheters sind unerlässlich.

Detrusor
Als Musculus detrusor vesicae bezeichnet man die Muskulatur der Blasenwand. Der Detrusor wird auch als „Austreiber“ bezeichnet. Während sich die Blase füllt sind die Muskelfasern entspannt und die Blase wird gedehnt. Zieht sich diese Muskulatur zusammen, kommt es zur Entleerung der Harnblase (Miktion), der Urin wird regelrecht „ausgetrieben“.

Drainagesystem
Ein geschlossenes System, das für die Harnableitung mittels Katheter, externem Katheter, oder externem Urinableiter individuell kombiniert werden kann.

Dranginkontinenz
Die Speicherphase der Harnblase ist gestört. Es kommt zu einem unwillentlichen, unkontrollierbaren Urinverlust, dem ein starker Harndrang voraus geht.

Dyssynergie
Mangelndes oder fehlendes Zusammenspiel einzelner Muskeln (z. B. Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie: fehlendes Zusammenspiel des Blasen- und Schließmuskels).

Dysurie
Erschwertes und/oder schmerzhaftes Wasserlassen.

Elektromyographie
Methode zur Messung und Registrierung der Aktivität von quergestreiften Muskeln im unteren Harntrakt sind dies Anteile des Beckenboden und Schließmuskel.

Entleerung
Harnlassen.

Enuresis
Unter Enuresis versteht man das Bettnässen bzw. das Einnässen im Schlaf nach Vollendung des 5. Lebensjahres, d.h. in einem Alter, in dem der psychische und physiologische Reifungsgrad bei über 9 von 10 Kindern eine willkürliche Blasenkontrolle möglich macht.

Externer Katheter/ Kondomurinal/Urinalkondom
Das Kondom-Urinal ist ein ableitendes Inkontinenzsystem, welches als Hilfsmittel in der Pflege und Versorgung von an Harninkontinenz leidenden Männern eingesetzt wird. Bei korrekter medizinischer Voruntersuchung wird der benötigte Durchmesser und die Länge des Kondom-Urinals bestimmt. Es wird ähnlich dem Kondom zur Verhütung angebracht. Spezielle Haftmittel helfen, das Kondom-Urinal am Penisschaft zu fixieren. Der Urin wird über das Kondomurinal in einen unsterilen Beinbeutel abgeleitet.

Externe Kondomkatheter
Eine Vorrichtung, die extern mittels diverser Klebstoffe am Penisschaft befestigt wird, um Urin zu sammeln. Die Vorrichtung muss mit Schläuchen an einem Urin-Sammelbeutel befestigt werden.

Externer Urinableiter für Frauen
Ein ausschneidbarer, einteiliger Vinylbeutel mit flexibler synthetischer Barriere. Er wird äußerlich im Bereich der weiblichen Harnröhre/Vulva oder dem Damm befestigt. Das Beutelchen wird üblicherweise mit einem Sammelbeutel verbunden. Ein externer Urinableiter kommt bei bettlägerigen Patientinnen anstatt aufsaugenden Hilfsmitteln zum Einsatz und soll Urin sicher auffangen.

Externer Urinbeutel für Männer 
Ein ausschneidbares, einteiliges Beutelchen mit klebender Rückseite. Dieser Beutel wird über den Penis des Patienten gestülpt und mit der Haftplatte um den Penis Schaft befestigt. Ein externer Urinableiter wird üblicherweise an einem bettseitigen Sammelbeutel befestigt und von Männern mit eingeschränkter Mobilität verwendet.

Farbkodiert
Die Katheterdurchmesser sind international farblich kodiert. Bei Kathetern der Firma Hollister befindet sich die Farbkodierung am Katheterkonus. Siehe Abbildung der Leitlinie S2k der Deutschen Gesellschaft für Urologie, AWMF-Register Nr. 043/048.

Fistel
Durch Krankheit entstandener oder künstlicher Kanal (rohrförmige Verbindung), der ein Organ mit der Körperoberfläche oder einem anderen Organ verbindet.

Flexibler Katheter
Bezieht sich auf die höhere Biegsamkeit eines Harnröhrenkatheters.

Flextend Barriere
Eine Hautbarriere von Hollister Incorporated mit speziellen Zusätzen, die eine stärker haftende Dichtung bieten und gegenüber einer Zersetzung durch Flüssigkeiten beständiger sind. Mittel zur Hautpräparation werden nicht zum Einsatz unter Flextend Hautbarrieren empfohlen.

Führung zur Größenbestimmung
Diese halbkreisförmigen Ausschnitte werden für Penishülsen verwendet und tragen dazu bei, den Penisdurchmesser zu bestimmen, um die Katheterauswahl für eine korrekte Passung anzuleiten.

Gelreservoir
Eine kleine, blaue, mit Gleitmittel gefüllte, flexible Vorrichtung exklusiv bei Produkten von Hollister Incorporated, die in die Advance- und Advance Plus-Katheter eingebaut ist. Bei der Passage durch das blaue Gelreservoir auf dem Weg zur Harnröhre wird der Katheter mit Gel gleitfähig gemacht.

Gerade Spitze 
siehe Katheterspitze

Geschlossenes System
Bezieht sich auf einen berührungsfreien Katheter, der sich in einem Urin-Sammelbeutel befindet oder daran angeschlossen ist. Einige Katheter werden durch den Beutel hindurch gehandhabt und mittels einer Schutzspitze in die Harnröhre eingeführt, ohne dass ein direkter Handkontakt besteht.

Geschlossenes System-Kit
Besteht aus einem geschlossenen System (Katheter, der sich im Urinsammelbeutel befindet oder daran angeschlossen ist) sowie u. U. anderen Verbrauchsmaterialien.

Gleitgel-Reservoir
Ermöglicht die individuelle Dosierung des Gleitgels entsprechend dem persönlichen Bedarf und sorgt für eine gleichmäßige Gelverteilung.

Gleitmittel
Flüssigkeiten, die als Schmierstoff der Reibungsminderung dienen. Sie werden auch in der Medizin angewandt, sind wasserlöslich und sollen das Einführen eines Katheters vereinfachen. Verschiedene Gleitmittel haben außer der Reibungsminderung auch eine desinfizierende und betäubende Wirkung.

Hämaturie
Das Vorkommen von Erythrozyten bzw. Blut im Urin. Unterteilung in 
  • Mikrohämaturie: mit bloßem Auge sieht der Urin unauffällig aus. Im Urinsediment oder mittels Urinteststreifen (z.B. Labortests) lässt sich aber eine erhöhte Zahl von Erythrozyten nachweisen.
  • Makrohämaturie: Mit dem bloßen Auge erkennbare Rotfärbung des Urins. Es besteht eine sichtbare Blutbeimengung.


Harnblase
Siehe Blase

Harninkontinenz
Jegliche Form von unwillentlichem Urinverlust.

Harninkontinenz
Der unwillkürliche Austritt von Urin, der sich objektiv als soziales oder hygienisches Problem einstufen lässt.

Harnleiter (grich., Ureter)
Paarig angelegte, etwa 4 mm dicke und 30 cm lange muskulöse Hohlorgane (Mehrzahl Ureteren) zwischen dem Nierenbecken und der Harnblase. Sie transportieren den Urin (Sekundärharn) mit peristaltischen Wellen vom Nierenbecken bis zur Blase.

Harnröhre
Der natürliche Schlauch, durch den Urin die Blase verlässt.

Harntrakt
Gesamtheit der Harnorgane. Hierzu zählen die Nieren mit Nierenkelchen und Nierenbecken (Nierenbeckenkelchsystem), beide Harnleiter (Ureteren), sowie die Harnblase (Vesica urinaria) und die Harnröhre (Urethra). Unterteilung in Oberen (Nieren und Harnleiter) und Unteren Harntrakt (Harnblase und Harnröhre).

Harnwegsinfekt
Wenn Bakterien in den Harntrakt gelangen, kommt es zu einer Harnwegsinfektion, im Volksmund auch als Blasenentzündung bezeichnet. streichen

Harnwegsinfektion (UTI)
Eine durch Krankheitserreger verursachte Infektion der ableitenden Harnwege.

Hydronephrose
Krankhafte Erweiterung des Nierenbeckens und der Nierenkelche durch eine Harnab-flussstörung im Bereich der ableitenden Harnwege. Die extreme Ausprägung mit aufgeblähtem Nierenbecken und stark verschmälertem Nierenparenchym wird auch als Wassersackniere bezeichnet.

Hydrophil
Wörtlich bedeutet hydrophil "wasserliebend", wird dadurch erreicht, dass ein Polymer, das eine Affinität für Wassermoleküle hat, auf der Katheteroberfläche aufgebracht wird.

Hydrophile Beschichtung 
Sterile Wasserdampfmoleküle aktivieren die hydrophile Beschichtung des Katheters und sorgen für seine Gleitfähigkeit und sofortige Gebrauchsfertigkeit.

Hydrophile Katheter
Ein Katheter, der auf die Befeuchtung bei Kontakt mit sterilem Wasser oder Salzlösung ausgelegt ist und die Reibung gegen die Harnröhre beim Einführen verringert.

Hyperreflexie
Gesteigerte Auslösung von Reflexen durch Ausfall hemmender Einflüsse auf den Nervenkontrollmechanismus.

Hypotone/Atone Blase
Bei dieser Form der neurogenen Blasenfunktionsstörung ist das Fassungsvolumen groß, der Blasendruck gering und Blasenkontraktionen fehlen (Atonie) oder sind unzureichend (Hypotonie) um ein restharnfreies Wasserlassen zu ermöglichen.

Infektion
Eintritt von Mikroorganismen (beispielsweise Viren, Pilze oder Bakterien) in einen Organismus sowie ihre Ansiedlung und Vermehrung. Im weiteren Sinne werden auch Infektionskrankheiten als "Infektionen" bezeichnet.

Inkontinenz
Ungewollter Abgang von Ausscheidungen wie Stuhl oder Urin. Im weiteren Sinn auch ungewollter Abgang von anderen Körperflüssigkeiten und Gasen.

Innenklappe
Eine dünne zusätzliche Membran aus Latex, die sich bei Latex-Penishülsen für längere Tragezeit von Hollister Incorporated findet. Die Innenklappe schützt vor einer Unterminierung des Katheter-Klebstoffs durch Urin.

Innerer Blasenschließmuskel
Ein unwillkürlicher Schließmuskel, der sich am Blasenhals, am Übergang zur Harnröhre befindet.

Intermittierender Katheter
Ein flexibler Schlauch, der zur regelmäßigen, wiederkehrenden Entleerung der Blase verwendet wird und nicht in der Blase verbleibt, sondern nach dem Entleeren wieder entfernt wird. Wird zur intermittierenden (wiederkehrenden) Selbstkatheterisierung (ISK) verwendet.

Intermittierender Selbstkatheterismus
Durch den intermittierenden Selbstkatheterismus lernen können Betroffene Menschen, die auf Grund ihrer Behinderung die sogenannter Blasenentleerungsstörung nicht oder nur bedingt kontrollieren können, sich selbst zu katheterisieren. ihre Blase selbstständig mit Hilfe eines speziellen Einmalkatheter entleeren.

Intravenöses Pyelogramm= Ausscheidungsurogramm= Ausscheidungsurografie
Bei dieser Röntgenuntersuchung wird ein jodhaltiges Kontrastmittel über die Vene in die Blutbahn gespritzt. Wird das Kontrastmittel über die Niere ausgeschieden, kann man Größe, Lokalisation, Form der Nierenbecken und der Harnleiter sowie den Harnabfluss oder eine Abflussbehinderung erkennen und bestimmen.

Katheter (Urin)
Ein spezieller Hohlschlauch, der durch die Harnröhre oder ein Stoma in die Blase eingeführt wird, um Urin abzuleiten oder Medikamente zuzuführen.

Katheter
Ein Katheter ist ein starres oder flexibles Instrument mit einem oder mehreren Zugängen, der für Untersuchungs- oder therapeutischen Zwecken in Hohlorgane oder Körperhöhlen eingebracht werden kann. Das Legen eines Katheters nennt man Katheterisierung.

Katheteraugen
Ovale Öffnungen im Einführungsende des Katheters, zur Drainage des Urins aus der Blase. Katheteraugen sind üblicherweise paarweise ausgeführt und können einander direkt oder besser, versetzt gegenüberliegen. „Sanfte“ abgerundete Katheteraugen, welche die Schleimhaut beim Katheterisieren nicht verletzen, sind ein Qualitätskriterium für den Einmalkatheter. 

Katheterisierung 
Verfahren, welches die Einlage eines Katheters beschreibt.

Katheterspitze
Die zwei häufigsten Spitzen beim Einmalkatheter sind die Nelatonspitze (konisch zulaufende gerade Spitze) und die Tiemannspitze, die leicht gebogen ist und deren Krümmung nach oben durch eine Markierung am Katheterkonus angezeigt wird.

Kondom-Urinal
Ein Kondom-Urinal ist ein Hilfsmittel für Männer mit unkontrolliertem Harnabgang. Das in der Regel selbstklebende Produkt wird am Penis angebracht und mittels eines Ableitungsschlauches mit einem Beinbeutel verbunden, in dem der Urin gesammelt wird.

Kontinenz
Kontinenz ist die Fähigkeit willkürlich und zur passenden Zeit, am passenden Ort die Blase zu entleeren. Harnkontinenz beinhaltet außerdem die Fähigkeit Bedürfnisse zu kommunizieren um Hilfestellungen zu erhalten wenn Einschränkungen beim selbstständigen Toilettengang bestehen.

Krankengeschichte
Ein umfassender Überblick über die Krankengeschichte einer Person einschließlich Informationen z. B. zu bestehenden Krankheiten, früheren gesundheitlichen Problemen, Verletzungen, Medikamenten und chirurgischen Verfahren.

Latex
Milchsaft der Kautschuk liefernden Pflanzen. Naturkautschuk, umgangssprachlich „Gummi“. Latex kann allergische Reaktionen hervorrufen. Katheter aus rotem Gummi und einige Kondomurinale werden mit Latex hergestellt.

Latexfrei
Ohne Naturkautschuklatex; üblicherweise Vinyl oder Silikon bei Kathetern oder Kunststoff bei Sammelbeuteln. Minimiert das Risiko einer allergischen Reaktion auf Latex.

MCU: Miktionscysturethrogramm
Röntgenuntersuchung der Blase und Harnröhre. Nach Füllung der Blase mit Kontrastmittel muss der/die Betroffene unter Röntgendurchleuchtung Wasser lassen. Die Lage der Blase, Harnröhre und Urinfluss sowie ein vorliegender Reflux in die Niere können so beurteilt werden.

Meatus
Die äußere Harnröhrenmündung bei Mann und Frau.

Messschablonen für Kondom-Urinale
Die halbkreisförmigen Ausschnitte der Schablone werden verwendet um den Penisdurchmesser zu bestimmen und die richtige Kondom-Urinal-Auswahl zu treffen. Diese Messung erfolgt am Penisschaft und ist Voraussetzung für eine korrekte Auswahl, Passform und Haftkraft.

Miktion
Blasenentleerung, Urinieren, Wasser lassen.

Mukosa
Schleimhaut bzw. Auskleidung innerer Hohlräume des Organismus zum Beispiel der Blase.

Multiple Sklerose (MS) =Encephalomyelitis disseminata
Chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems. Es kommt im Gehirn und Rückenmark zu Entzündungsherden, die oftmals zu einer verlangsamten bis hin zu einer unmöglichen Weiterleitung von Nervenimpulsen führen. Die Erkrankung kann „schubförmig“ oder dauerhaft verschlechternd (progredient) verlaufen. Die Symptome der Erkrankung können sehr vielfältig sein. Nicht selten kommt es im Laufe der Erkrankung auch zu einer Störung der Blasen- und Mastdarmfunktion.

Nelaton-Spitze
Konisch zulaufende, gerade Katheterspitze.  

Nervus Pudendus
Nerv der für die willkürliche, willentliche Kontrolle des Beckenbodens verantwortlich ist.

Neuro-Urologie
Die Neuro-Urologie ist das Fachgebiet, welches sich mit der neurologischen Blasen-funktionsstörung beschäftigt. Es ist wichtig, dass der Arzt sowohl urologische Kenntnisse, aber auch Wissen über die neurologischen Zusammenhänge aufweist.

Neurogene Blase
Siehe neurogene Blasenfunktionsstörung

Neurogene Blasenfunktionsstörung
Wenn die Blase aufgrund einer neurologischen Einschränkung (Verletzung oder Erkrankung) nicht mehr ordnungsgemäß arbeiten kann, spricht man von einer neurogenen Blasenfunktionsstörung. Das komplexe Zusammenspiel zwischen der Harnblase und den Miktionszentren im Rückenmark und Gehirn ist dabei gestört.

Nieren
Paariges bohnenförmiges Organ, dessen Hauptaufgabe die Bildung des Harns ist. Außerdem ist die Niere entscheidend an wichtigen systemischen Regulationen beteiligt wie der Regulation von Wasser- und Elektrolythaushalt, Säure-Basen-Gleichgewicht, Blutdruckregulation und Bildung von roten Blutkörperchen.

Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis)
Eine Harnwegsinfektion der Nierenbecken.

Niereninfektion
Eine Harnwegsinfektion, die ebenfalls die Nieren betrifft. Wird auch als Pyelonephritis bezeichnet.

Nierenentzündung (Nephritis)
Dient als Sammelbegriff für akut- oder chronisch-entzündliche Erkrankungen der Niere. 
Hierzu zählen zum Beispiel: Pyelonephritis: Entzündung des Nierenbeckens und des angrenzenden Parenchyms; Glomerulonephritis: Entzündung der Nierenkörperchen (Glomeruli) etc.

Nykturie
Nächtliches Wasserlassen.

Obstruktion
Verengung. Zum Beispiel der Harnröhre des Mannes durch zu große Prostata oder Narbenbildung.

Olive tip
Eine Katheterspitze mit einem oliv-förmigen Ende wird verwendet, um eine verengte Harnröhre zu erweitern. Größere Größen werden auch zur Dehnung der Harnröhre oder zur Ausmessung bei Harnröhrenverengungen verwendet.

Osmolalität/Osmolarität 
Osmolarität ist eine Angabe der osmotisch aktiven Bestandteile pro Volumeneinheit in einer Lösung. Sie wird in osmol/l angegeben. Wird die Konzentration osmotisch wirksamer Teilchen in einer Lösung auf die Masse bezogen, spricht man von Osmolalität. 
Osmose: Vorgang bei dem ein Lösungsmittel durch eine durchlässige Scheidewand (Membran) von einer schwächeren zu einer stärkere Lösungskonzentration gelangt und auf diese Weise einen Konzentrationsausgleich bewirkt.

Osmose
Diffusion oder Bewegung von Flüssigkeit durch eine Membran. Der Prozess wird vorangetrieben durch unterschiedliche Salz oder pH-Konzentration.

Öse
Eine ovale Öffnung im Einführungsende des Katheters, die die Ableitung von Urin aus der Blase vereinfacht. Ösen sind üblicherweise paarweise ausgeführt und können einander direkt oder versetzt gegenüberliegen.

Paraplegie
Vollständige Lähmung (Plegie) beider Beine z.B. bei Querschnittlähmung.  

Perineum
Damm, Bereich zwischen After und äußeren Geschlechtsteilen. 

Prostata
Kastaniengroßes Drüsenorgan, das bei Männern zwischen dem Blasenhals und dem äußeren Schließmuskel liegt, die Harnröhre vollständig umschließt und mit zunehmendem Alter an Größe zunimmt.

Prostatadrüse
Ein kleines Organ bei Männern, das sich unter dem Blasenhals befindet und die Harnröhre umgibt.

Prostatektomie
Chirurgische Entfernung der Prostata.

PVP
Poly- N-vinylpyrrolidone Verbindungen sind wasserliebend, ziehen Wassermoleküle an. Sie werden häufig als Beschichtungen für Einmalkatheter genutzt.

PVP-Iod
Povidon-Iod-Lösung, ist ein wasserlöslicher Komplex von Iod mit Polyvinylpyrrolidon (PVP, Povidon), der als Desinfektionsmittel bzw. Antiseptikum verwendet wird. Kann auch zur Schleimhautdesinfektion vor dem Einmalkatheterismus zur Anwendung kommen. Kann Kleidung verfärben.

Reflexinkontinenz 
Form der Inkontinenz, die Folge einer anormalen Reflexaktivität ist. Bedeutet die Blase kann sich ohne Vorwarnung oder Empfindung entleeren indem sie sich unkontrollierbar kontrahiert (zusammenzieht). Häufiges Bild der neurogenen Blasenfunktionsstörung bei Querschnittlähmung.

Reflux
Krankhafter Rückfluss von einem Hohlorgan in ein anderes. Bei Rückfluss von Urin in die Niere spricht man von Vesikorenalem oder Vesikoureteralem (VUR) Rückfluss.

Reibung
Obwohl eine Oberfläche weich und glatt erscheinen mag, ist sie unter dem Mikroskop betrachtet eher rau, uneben und gezackt. Bewegen sich zwei Oberflächen gegeneinander, ist deren Bewegung nicht reibungslos; die Oberflächen reiben und zerren aneinander. Dieser Widerstand gegenüber der Bewegung wird als Reibung bezeichnet.

Restharn
Urin, der nach dem Wasserlassen in der Blase zurück bleibt.

Ringkappe
Kappe auf der Schutzspitze einiger intermittierender Katheter von Hollister Incorporated, die die Katheterspitze schützt. Der Ring vereinfacht die Entfernung der Kappe; dies ist insbesondere für Personen mit verminderter Geschicklichkeit hilfreich.

Rückfluss
Siehe Reflux

Rücklaufsperre
Verhindert den Rückfluss des Urins aus dem Urinbeutel zurück in den Katheter und somit in die Blase. Dies beugt Harnwegsinfektionen vor.

Sauberer intermittierender Katheterismus
Katheterisierungsart, bei der der Genitalbereich gewaschen und auch nicht-sterile Katheter benutzt werden können. Dieses Verfahren entspricht nicht der Empfehlung von aktuell, in Deutschland gültigen, Leitlinien.

Schutzhülse
Ein speziell entwickeltes System zur Verwendung bei einigen Kathetern für den intermittierenden Katheterismus. Sie wird in die Harnröhre eingeführt und soll vor bakterieller Verunreinigung des Katheters schützen, indem die ersten 15 mm der distalen (unteres, vom Körper entferntes Ende) Harnröhre überbrückt werden.

Schutzspitze
Ein speziell entwickeltes System einiger intermittierender Kathetern, das in die Harnröhre eingeführt wird und die Verschleppung von Bakterien in den Harntrakt reduziert, indem die ersten 15 mm der distalen Harnröhre umgangen werden.

Self-catheterisation
Die unabhängige Entleerung der Blase mit einem intermittierenden Katheter.

Silikon
Überbegriff für eine Stoffgruppe synthetischer Polymere.

SoftFlex-Barriere
Eine flexible Hautbarriere von Hollister Incorporated, die sich runden und einigen unregelmäßigen Oberflächen anpasst. Sanft genug für eine Entfernung innerhalb von 24 Stunden oder weniger.

Sterile Folienumhüllung
Besondere Produkteigenschaft eines Katheters, die dabei hilft, das Risiko von Harnwegsinfektionen zu reduzieren. Durch eine vollständige Umhüllung des Katheters mit einer sterilen Folie, kann der Anwender nicht in direkten Kontakt mit dem Katheter kommen. Das Risiko der Verschmutzung des Katheters mit Keimen wird so verhindert, die Handhabung enorm erleichtert.

Sterile intermittierende Katheterisierung
Eine Katheterisierungsart, die unter vollkommen sterilen Bedingungen, einschließlich der Verwendung von Handschuhen, Pinzette, Schutzmantel und Maske und Haube, durchgeführt wird. Diese Art der Katheterisierung erfolgt z. B. im Operationsszenario.

Sterilschutzkappe
Die Sterilschutzkappe verhindert das Austreten des Katheters aus der Schutzhülse während der Lagerung und hilft, den Katheter vor Kontamination zu schützen. Der Ring an der Schutzkappe vereinfacht die Entfernung insbesondere für Anwender mit eingeschränkter Handfunktion.

Striktur
Hochgradige Verengung eines Hohlorgans, z. B. der Harnröhre.

Suprapubischer Katheter
Ein Dauerkatheter (SBK), der über dem Schambein, durch die Bauchdecke, in die Blase (mittels kleinem chirurgischen Eingriff) eingelegt wird. Der Urin wird so unter Umgehung der Harnröhre ausgeleitet.

Suprapubischer Katheter
Ein Katheter, der durch die Haut über dem Schambein in die Blase eingeführt wird, um eine kontinuierliche Urindrainage zu ermöglichen.

Tetraplegie
Vollständige Lähmung aller vier Extremitäten.

Tiemann-Spitze
Siehe Katheterspitze

Transurethrale Resektion der Prostata (TURP)
Die Prostata oder Teile einer vergrößerten Prostata werden durch die Harnröhre des Mannes mit einer elektrischen Schlinge, in Narkose, „abgehobelt“. Die Prostatakapsel sowie die Nervenversorgung bleiben erhalten.

Trichter/Katheterkonus
Farbiges, nicht eingeführtes Ende des intermittierenden Katheters aus dem der Urin nach außen abfließt. Viele Hersteller kennzeichnen den Trichter/Konus farbig entsprechend des Katheterdurchmessers in Charriere/French..

Trigonum vesicae
Dreieckiges Schleimhautfeld am Blasengrund (Fundus vesicae), das sich zwischen den Einmündungen der beiden Harnleiter (Ureter) und dem Abgang der Harnröhre (Urethra) befindet.

Überaktive Blase (auch OAB Syndrom - overactive bladder)
Die so genannte Reizblase ist eine funktionelle Störung der Blasenfunktion. Gekennzeichnet durch häufigen Harndrang und kleine Urinmengen. 

Überaktive Blase
Eine Erkrankung, bei der die Blase zu oft nach unten drückt, wodurch häufig Harndrang ausgelöst wird; kann zu einer Inkontinenz beitragen.

Überaktive Blase (OAB-Syndrom)
Eine Blasenfunktionsstörung, gekennzeichnet durch ungewollte Kontraktionen der Harnblase vor Erreichen der Kapazitätsgrenze.

Überlaufinkontinenz
Die unwillkürliche Urinausscheidung, wenn die Blase überfüllt ist (Überdehnung der Blase).

Überlaufinkontinenz
Fortgeschrittene Form der Blasenentleerungsstörung mit andauerndem Abgang kleiner Harnmengen (permanentes Harnträufeln) aus der maximal gefüllten Harnblase (Überlaufblase).. 

Ultraschall
Ein Scan, mit dem sich die Form und Position der Blase und anderer Organe im Abdomen erkennen lassen.

Ultraschall (Sonographie)
Eine bildgebende Untersuchungsart, bei der u. a. Form und Lage der Harnorgane und weitere Bauchorgane untersucht werden können.

Unterer Harntrakt
Siehe Harntrakt

Urea
Ein wasserlöslicher Stoff (Harnstoff), der sich im Urin von Säugetieren und anderen Organismen befindet. Urea soll in hydrophilen Beschichtungen die Osmolalität verbessern.

Ureter
Siehe Harnleiter

Urethra (Harnröhre)
Bildet den abschließenden Teil der ableitenden Harnwege über den der Urin von der Blase ausgeschieden wird. Länge der männlichen Harnröhre: 17-20 cm. Länge der weiblichen Harnröhre: 2,5-5cm.

Urin
Ausscheidungsprodukt, das in den Nieren durch einen komplexen Filtrations- und Resorptionsvorgang (Diurese) produziert wird. Es wird über die beiden Harnleiter zur Harnblase geleitet, dort gesammelt und beim Wasser lassen über die Harnröhre abgegeben.

Urin
Flüssige Abfallstoffe, die von den Nieren aus dem Blut gefiltert werden.

Urinanalyse
Urinuntersuchung zur Ermittlung der Harninhaltstoffe.

Urinkristallisation (Harnsteinbildung)
Entstehung von Steinen im Bereich des Urogenitaltraktes. Diese Steine entstehen in der Regel in der Niere oder der Blase und können in die ableitenden Harnwege wandern.

Urodynamik
Siehe Cystomanometrie

Uroflowmetrie
Diagnostisches Verfahren zur Objektivierung von Blasenentleerungsstörungen; Messung der Harnmenge pro Zeiteinheit (Harnfluss) während des Wasserlassens.

Urinbeutel für Frauen (FUP)
Ein ausschneidbarer, einteiliger Vinylbeutel mit flexibler synthetischer Barriere, der extern im Bereich der weiblichen Harnröhre/Vulva oder dem Perineum befestigt wird. Das Beutelchen wird üblicherweise mit einem bettseitigen Sammelbeutel verbunden. Ein FUP kommt bei bettlägerigen Patientinnen zum Einsatz.

Verlängerungsschlauch
Ein Schlauch, der eine Verbindung zwischen einem externen Katheter oder Verweilkatheter und einem Urin-Sammelbeutel oder Beinbeutel herstellt. Kann zudem als Verbindung zwischen Stomabeutel und Wundendrainage-Sammelvorrichtung dienen. Besteht üblicherweise aus Latex oder Vinyl.

Verweilkatheter
siehe Dauerkatheter

Viskosität
"Zähigkeit" einer Flüssigkeit
Maß für den Widerstand gegenüber der Bewegung einer Flüssigkeit (Fließverhalten einer Flüssigkeit). Je höher der Wert, desto höher der Widerstand gegenüber der Bewegung, z. B. hat Sirup eine höhere Viskosität als Wasser.

Vorbefeuchteter Katheter
Bezieht sich auf einen befeuchteten Katheter; dies kann ein hydrophiler Katheter sind, der aktiviert wird, ein Katheter, der ein Gelreservoir passiert, ein befeuchteter Katheter in einem geschlossenen System oder ein Katheter in einer Verpackung mit einem Gleitmittel-Paket, das aufgebrochen wir, um den Katheter vor Öffnen der Verpackung zu befeuchten.

Weicher Katheter
Ein sanfter, flexibler Katheter mit begrenzter Steife.



Die hier enthaltenen Informationen stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen nicht die Beratung durch Ihren Hausarzt oder andere Gesundheitsfachkräfte. Diese Informationen stellen keine Handlungsanleitung bei einem medizinischen Notfall dar. Falls Sie in eine medizinische Notfallsituation geraten, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt.

Lesen Sie vor der Verwendung die Gebrauchsanleitung mit Informationen zu Verwendungszweck, Kontraindikationen, Warnhinweisen, Vorsichtsmaßnahmen und Anleitungen.